FC Westerwaldia 1915 Emmerichenhain e.V.
FC Westerwaldia 1915 Emmerichenhain e.V.

100 Jahre FCW    -   24.07.2015

Zeitungsbericht in der Westerwälderzeitung vom 5.5.2015

 

FC Westerwaldia Emmerichenhain feierte 100. Geburtstag

Bemerkenswerter Festkommers – Tolle Jubiläumsfestschrift

Karl Seeber (88) lieferte köstliche Anekdote – Mitglieder geehrt

Das war gelungen, lieber Jubiläumsverein – ein Festkommers, der sich sehen lassen konnte. Als „Schmankerl“ gab es noch ein Treffen der U 19 Mannschaften der Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund.

Die Mischung macht’s, so konnte man den Besuch zur Jubiläumsveranstaltung des FC Westerwaldia bezeichnen. Zwischen dem ältesten Besucher, Karl Seeber und den jüngsten Mitgliedern lagen nahezu drei Generationen. Trotz gut dreistündigem Programm kam nie Langeweile auf. Das lag daran, dass sich das ‚Kompetenzteam‘ in monatelanger Vorarbeit mit Gestaltung und Ablauf  dieser bemerkenswerten Festveranstaltung beschäftigt und sich Gedanken gemacht hatte.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Detlef Betz übernahm  der

2. Vorsitzende Heinz Buchner, im FCW-Trikot gekleidet, locker und flockig die Moderation.

Schirmherr Gerrit Müller, Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod, hatte nicht den obligaten Schirm mitgebracht „Sähe aus wie ein Rettungsschirm“. Ein Verein wie der FCW „100 Jahre jung – ein Jubiläum mit Schwung“ käme ohne denselben aus. Er bezeichnete den Fußball als Integrationskraft und Nachwuchsschmiede.  Gerrit Müller dankte den „guten Seelen im Verein“ und hatte auch ein „Knistergeschenk“ im Umschlag mit dabei.

Festrede. Horst Buchner ließ dann in einer fesselnden Ansprache 100 Jahre Vereinsgeschehen passieren. Integration, heute großgeschrieben, gab es insbesondere nach dem II. Weltkrieg längst beim FC Westerwaldia. Die zahlreich aufgenommenen  Flüchtlinge konnten dank dem Fußball schnell in die Dorfgemeinschaft eingegliedert werden und fühlten sich trotz Heimatverlust schnell heimisch. Buchner ließ viele Namen und Ereignisse wieder lebendig werden, die Erinnerungen weckten. Das wiederum aber war nur dank einer vorbildlichen Vereinschronik und aufbewahrter Unterlagen möglich. Kompliment!

Albrecht Gehlbach, Vorsitzender des Sportkreises Westerwald überbrachte Glückwünsche und Präsente auch namens des Sportbundes Rheinland mit Präsident Fred Pretz sowie LSB-Präsidentin Karin Augustin.

Hohe Ehrung. „Jobsharing“ machten Bernd Schneider (Vorsitzender Spielausschuss FVR) sowie Willi Simon (Pressewart Fußballkreis Westerwald/Sieg). Zunächst stand die Auszeichnung von Eckard Schwarz an, seit Jahrzehnten in Diensten des FCW. Er erhielt die Silberne Ehrennadle des Fußballverbandes Rheinland.  Ihn bezeichnete der Pressewart in seiner Laudatio  als eine der „Gallionsfiguren seines Vereines“ und in Anspielung auf seinen  Vornamen als den „Getreuen Eckhard“, (nach einem treuen Helfer in der germanischen Heldensage). Dazu der Geehrte, Eckhard Schwarz „ Wir haben immer gut zusammengearbeitet und sind gute Freunde geblieben“.

Gratulationen. Bernd Schneider gratulierte für den Fußballverband Rheinland und den DFB. Willi Simon übernahm den Part für den Fußballkreis und ging auf den Idealismus im FC Westerwaldia ein. Großes Lob zollte er den Verfassern der Jubiläumszeitschrift: „Ich ziehe den Hut“. Präsente, Urkunden und einen Gutschein des DFB hatten die Sportfunktionäre auch dabei.

Anerkennung und Dank des Westerwaldkreises zollte Beigeordneter Ulrich Kessler in Vertretung von Landrat Achim Schwickert dem FCW aus und überreichte Ehrenurkunde und Scheck.

Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach (CDU) sprach sich für ein vermehrtes Sportangebot an den Ganztagsschulen aus, lobte die Festschrift und überreichte einen handsignierten Fußball der Traditionself des 1. FC Köln.

Johannes Gerz vertrat den erkrankten Bürgermeister der Stadt Rennerod, Raimund Scharwat. Er stellte fest, dass „viel in diesem Verein geleistet wurde“ und hatte neben einem Geldgeschenk auch (privat) einen nostalgischen Fußballschuh Marke „Beckenbauer“ nebst Ersatzstollen mitgebracht.

Für Sanitätsregiment II, Rennerod ist Garnisonsstadt, erinnerte Hauptmann Matthias Wendland, dass es der Fußball war, der selbst im Krieg, zumindest für Stunden, die Waffen schweigen und sogar ansonsten verfeindete Gegner sich zu einem Fußballmatch treffen ließ.  

Ehrungen. Die Ehrung verdienter Mitglieder, die 50 Jahre und länger dem Verein angehören, nahmen die Vorsitzenden Detlef Betz und Heinz Buchner vor. Als „Exklusivgeschenk“ gab es eine speziell angefertigte Tasse des FC „Westerwaldia“.

Karl Seeber, erinnerte daran, dass „vier Generationen Seeber beim FCE im Tor gestanden hätten“ und  lieferte mit einer  ergötzlichen Anekdote aus seiner aktiven Zeit den „Heiterkeitserfolg des Abends“. Er ist inzwischen 88 Jahre alt und gehört seinem Verein nunmehr 75 Jahre an.

Grußworte Vereine. Mit guten Wünschen und Präsenten gratulierten: TSV Liebenscheid, FC ‚Borussia‘ Niederroßbach, TuS Irmtraut, Spfr. Fehl-Ritzhausen,

die Katholische Frauengemeinschaft Rennerod/Waldmühlen, der Westerwaldverein,

der ASV Nistertal sowie die „Wählergruppe Emmerichenhain“.

 Rahmenprogramm. Nicht nur einen optischen Augenschmaus sondern auch  tolle Choreographie  und Akrobatik bot die RKV-Tanzgruppe „Emotion“ aus Rennerod

und kam an Zugaben nicht vorbei.

Den musikalischen Part übernahm die Musikgruppe „The Kolbs“.

Zum krönenden Abschluss aber gab es jenes Lied, das den Vereinsfarben entspricht

und von Vielen inbrünstig mitgesungen wurde „Blau und Weiß wie lieb ich dich“ (Schalke-Hymne).

‚Chapeau‘ lieber Jubiläumsverein FC Westerwaldia Emmerichenhain für einen gelungenen und sicher auch unvergesslichen Kommersabend.

Text: Willi Simon

 

Sportliches Highlight zum Vereinsjubiläum 

Freundschaftsspiel  U 19  Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund

Rund 500 Zuschauer sahen im „Sportpark an der Siegener Straße“ bei idealen äußeren Bedingungen ein hochklassiges Freundschaftsspiel der Bundesliga-Nachwuchsteams. Die erste Halbzeit dominierten die von Hannes Wolf betreuten Gelb-Schwarzen und gingen folgerichtig in der 27. Spielminute durch Christian Pulisic in Führung. Die Ex-Bundesligaprofis von Eintracht Frankfurt Alexander Schur und Uwe Bindewald stellten die „Adlerträger“ vom Main besser auf den Gegner ein. Nunmehr überzeugte der Eintrachtnachwuchs, kam aber lediglich in der 82. Minute zu einem Lattentreffer. Fast im Gegenzug die Entscheidung. Mehmet Kurt erhöht auf 2:0 für Dortmund. Dabei bleib es bis zum Schlusspfiff des gut leitenden SR-Gespanns Julian Jung, Lukas Wilcek und Nicolai Will.  Für echte Stadionatmosphäre  im „Sportpark an der Siegener Straße“ sorgte Platzsprecher  Willi Simon.

Text : Willi Simon